Monitoring in den Naturschutzgebieten und in aufgewerteten Kulturlandflächen


Die Naturschutzgebiete Bannriet und Spitzmäder sind ehemalige Torfabbauflächen, die seit den 1980er-Jahren unter Naturschutz stehen. Sie beherbergen eine bemerkswert reiche Fauna und Flora. Darunter befinden sich auch einige seltene, besonders schutzbedürftige Arten. 2008 lancierte der Verein Pro Riet Rheintal ein Monitoringprogramm für 9 gebietstypischen Rote-Liste-Arten. Ziel des Monitorings ist es, die Bestandesentwicklung dieser Arten längerfristig zu erfassen, um die Gebietspflege auf deren Ansprüche abzustimmen.

Auch ausserhalb der Schutzgebietsgrenzen ist der Verein Pro Riet aktiv. Seit 1994 konnten viele zuvor normal bewirtschaftete Landwirtschaftsparzellen im Raum Altstätten-Oberriet-Kriessern ökologisch aufgewertet werden. Auf den Parzellen entstanden neue Flachweiher und der nährstoffreiche Oberboden wurde teilweise abgetragen. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Seltene Arten wie der Mittlere Sonnentau, die Sumpfschrecke, der Kamm- und der Teichmolch konnten auf den neu gestalteten Flächen Fuss fassen. Die äusserst seltene Kleine Binsenjungfer nutzt einige der neuen Gewässer zur Fortpflanzung. Die fachgerechte, kontinuierliche Gebietspflege stellt sicher, dass der Wert dieser Lebensräume erhalten bleibt.

 

Download Berichte

Biomonitoring gefährdeter Tierarten in den Naturschutzgebieten Bannriet und Spitzmäder (2011)

Bestandestandesaufnahmen im Feuchtland ausserhalb der Naturschutzgebiete Bannriet, Spitzmäder, Eich und Burst
(2011)

Erfolgskontrolle in ökologisch aufgewertetn, bisher intensiv genutzten Kulturlandflächen (2005)

   
Sumpfschrecke   Teichmolch



Mittlerer Sonnentau