Förderung des Glögglifrosches

Die Geburtshelferkröte, ihres typischen Rufes wegen auch Glögglifrosch genannt, ist im Kanton St. Gallen in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen. Im Rheintal und den angrenzenden Hanglagen sind mittlerweile nur noch einzelne und voneinander isolierte Standorte bekannt. Bei Vorhandensein günstiger Lebensräume könnte sich die wärmeliebende Art wieder ausbreiten. Dazu bestehen dank einer starken Population in einem Privatweiher des Vorstandsmitgliedes von Pro Riet, Jürg Mächler, Altstätten, gute Voraussetzungen.

Pro Riet hat die Geburtshelferkröte als Schwerpunktart ausgewählt und schafft nach Möglichkeit neue Weiher an den unteren Hanglagen des St.Galler Rheintals. Besonders wichtig ist dabei die Ausstattung der Gewässer mit Unterschlupfmöglichkeiten sowie ein Landlebensraum mit warmen, gut besonnten Flächen und zahlreichen Versteckmöglichkeiten. Oberflächlich rasch erwärmende Böschungen, Stein- oder Stein-Sandhaufen sind ihre bevorzugten Habitate. Um im Winter günstige Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten, müssen die Spalträume frostsicher sein. Weil die Männchen, welche für die Brutpflege der Laichschnüre zuständig sind (daher der Name Geburtshelferkröte), die Eier an Land mit sich herumtragen, diese jedoch regelmässig im Wasser befeuchten, ist es wichtig, dass solch günstige Landstrukturen in unmittelbarer Nähe von Gewässern vorhanden sind. Von der Anlage der Weiher und der naturnahen Umgebung werden erfahrungsgemäss auch zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten profitieren.

Neu angelegter Weiher mit Unterschlupfmöglichkeiten
Männchen der Geburtshelferkröte mit Laichschnur