Laut einer Untersuchung des Bundes-
amtes für Umwelt, Wald und Landschaft
(BUWAL) zählt das St. Galler Rheintal zu
den Vorranggebieten für den ökologischen
Ausgleich im landwirtschaftlichen Talge-
biet. Erhaltungs- und Aufwertungsmass-
nahmen sollten aus nationaler Sicht be-
vorzugt in solchen Gebieten getroffen
werden.
Im St. Galler Rheintal ist
der Feldhase seit
1998 Aufhänger eines Projektes zur För-
derung von Buntbrachen und extensiv
genutzten Blumenwiesen auf landwirt-
schaftlichen Nutzflächen. Der Feldhase
ist ein typischer Bewohner der offenen Kul-
turlandschaft. Er benötigt ein vielfältiges
Nahrungs- und Deckungsangebot. Das
Projekt wird von der schweizerischen
Vogelwarte und dem Verein Pro Riet
Rheintal getragen. Die Landwirte halten
sich an bestimmte Zusatzanforderungen
(z.B. Verwendung von Balkenmähern) und
erhalten für ihren Mehraufwand eine jähr-
liche Abgeltung. Die Aufgaben des Vereins
umfassen die Abgabe von Saatgut, die
Beratung von Landwirten, Vertragsver-
handlungen und die fachliche Begleitung
der Bewirtschaftung. Das Projekt wird nach
dessen Ende durch das Vernetzungs-
projekt abgelöst.
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