Rückblick Förderungsprojekt Schleiereule und Turmfalke

2008
Im zweiten Projektjahr wurden bei Turmfalke und Schleiereule mehr Bruten registriert. Im gesamten Projektgebiet wurden 29 Brutpaare des Turmfalken entdeckt, wovon 25 erfolgreich brüteten (mind. ein Nestling geschlüpft). Insgesamt konnten jedoch nur 83 Jungvögel beringt werden (2007: 93 beringte Turmfalken). Der Bruterfolg war mit 3.32 beringten Nestlingen pro Brut leicht tiefer als 2007 (3.88 Nestlinge/Brut). Ein möglicher Grund ist etwa ein schlechtes Nahrungsangebot.

Auf dem Hof Steigmatt von Martin und Sonja Fritsche in Montlingen brütete wiederum ein Schleiereulenpaar und zog zwei Junge gross. Eine zweite Schleiereulen-Brut fand auf dem Eichhof von Jakob Ritz in Balgach statt. Wie die Turmfalken, begannen auch die Schleiereulen recht spät mit der Eiablage.

2007
Das erste Projektjahr verlief erfolgversprechend. Im gesamten Projektgebiet wurden 24 Brutpaare des Turmfalken entdeckt. Diese zogen insgesamt 93 Jungvögel gross. Auf dem Hof Steigmatt von Martin und Sonja Fritsche in Montlingen brütete das einzige bekannte Schleiereulenpaar wohl gleich zwei Mal hintereinander. Es zog dabei insgesamt sechs Jungvögel erfolgreich auf.

Hinweis zur Beringung
In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach werden jeweils sämtliche Jungvögel der beiden Arten beringt. Bei der Beringung wird dem Vogel ein sehr leichter Aluminiumring ans Bein gelegt. Der Ring trägt eine individuelle Nummer und den Namen der nationalen Beringungszentrale (in der Schweiz SEMPACH HELVETIA). Der Beringer notiert diese Nummer zusammen mit weiteren Angaben wie Art, Alter, Geschlecht, Datum, Flügellänge oder Gewicht des Vogels auf einer Liste. Dank der Beringung wissen wir, wohin die Zugvögel ziehen. Von den meisten Arten sind heute die Herkunfts- und Zielgebiete sowie die Zugrouten bekannt. Zudem lassen sich Ein- und Auswanderung, Bruterfolg und Sterblichkeit von Vogelbeständen messen und erklären.

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