Stauwiesen für den
Laubfrosch


Im Raum Bannriet/Spitzmäder, welcher zu einem bedeutenden Teil als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung zählt, existieren noch Vorkommen des gesamtschweizerisch stark gefährdeten Laubfroschs. Sein Bestand ist allerdings nur noch klein. Neuere Erkenntnisse aus der Laubfroschforschung deuten darauf hin, dass ein breites Angebot an warmen, vegetationsreichen Gewässern mit stark schwankendem Wasserstand ein Schlüsselfaktor für die Förderung von Laubfröschen ist. Grosse dauerhafte Vorkommen scheinen sich nur in Gebieten mit grossflächigen, zumindest teilweise austrocknenden Flachgewässern zu entwickeln. Solche Gewässer sind im Naturschutzgebiet Bannriet, welches als ehemaliges Torfabbaugebiet mit einem dichten Netz von schmalen, eher tiefen Gräben durchzogen ist, kaum vorhanden. Vor diesem Hintergrund hat Pro Riet im Jahre 2005 einen Versuch mit temporär vernässten Einstauflächen im Bannriet gestartet, welcher bis 2009 dauert.
Die günstigen Entwicklungsbedingungen im leicht erwärmbaren, an Fressfeinden armen Wasser dürften, gepaart mit den starken Wasserstandsschwankungen, auch anderen Tierarten der Roten Liste zugute kommen. Dazu zählen etwa Kamm- und Teichmolch, Gelbbauchunke und spezialisierte Libellenarten.

 

 

     
  Junger Laubfrosch