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In Zusammenarbeit
mit Landwirten, Grundeigentümern und Behörden
schafft Pro Riet in ehemals intensiv genutzten Parzellen
der Ebene neue Feuchtlebensräume, legt neue Blumenwiesen,
Buntbrachen und Kleingehölze an. In Zusammenarbeit
mit der Melioration der Rheinebene werden Windschutzstreifen
und Entwässerungskanäle zu naturnahen Lebensräumen
aufgewertet. In den unteren Hanglagen entstehen u.a.
neue Kleingewässer und Landlebensräume für die seltene Geburtshelferkröte.
Bei verschiedenen Projekten arbeitet der Verein Pro
Riet Rheintal mit anderen Organisationen zusammen,
so etwa mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und
der Schweizerischen Stiftung für Vogelschutzgebiete
SSVG.
Bis Ende 2009 sind unter Mitwirkung
von Pro Riet bereits über 112 Hektaren intensiv
bewirtschaftetes Land ökologisch aufgewertet
worden. Es handelt sich dabei um 190 Projektflächen
mit verschiedensten Eigentümern und Bewirtschaftern.
Auf ausgewählten Parzellen untersucht Pro Riet
die Wirkung der getroffenen Massnahmen anhand ausgesuchter
Tiergruppen und der Flora. Die Untersuchungen bestätigen
den Erfolg der Aufwertungen, sie geben aber auch wertvolle Grundlagen für eine angepasste Pflege. Neben
dem Erfolg für die Natur gefallen die neuen Lebensräume
auch der Bevölkerung.
Bei der Schaffung und Pflege neuer
Lebensräume beschreitet Pro Riet immer wieder
neue Wege. So wurde zur Ansaat von Blumenwiesen beispielsweise
eine eigene, auf die Rheintaler Verhältnisse abgestimmte
Samenmischung kreiert. Für Buntbrachen entwickelte
Pro Riet eine Mischung, welche sich auf feuchten Böden
besser bewährt als die Standardmischungen und nun
als Basis für eine neue gesamtschweizerische Mischung
dient. Auf einer zu einem Feuchtgebiet mit Kleingewässern
aufgewerteten Parzelle gelang zusammen mit dem Bewirtschafter
ein Beweidungsversuch mit Braunvieh-Rindern die Beweidung
fördert die strukturelle Vielfalt, und die erwünschten
Trittstellen schaffen die vor allem für rastende
Limikolen enorm wichtigen Schlickflächen.
Ökologische Aufwertungen, wie
sie Pro Riet in grossem Stil umsetzt, sind kostspielig.
Unsere vielfältigen Aufgaben können wir nur
mit finanzieller Unterstützung durch Gemeinden,
Kanton, Bund, den Fonds Landschaft Schweiz, durch verschiedene
Stiftungen sowie durch Spenden von Organisationen und
Privatpersonen wahrnehmen.
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